Schweizer Zoll sprengt Schmugglersyndikat

Das Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat ein großangelegtes Schmuggelnetzwerk hochgehen lassen, das jahrelang Altgold aus Italien in die Schweiz geschleust hat. Die Masche war genial wie simpel: Ein 56-jähriger Italiener kaufte Altschmuck in Lagern von Fahrenden in Norditalien auf, packte das Edelmetall in einfache Rucksäcke und spazierte über unbesetzte, abgelegene Grenzübergänge. Drüben angekommen, übernahms die Schweizer Prominenz im Netzwerk – zwei Komplizen verkauften das Gold völlig offiziell an lizenzierte Scheideanstalten, wo es direkt im Schmelzofen landete.

800.000 Franken Schaden: Wenn Rucksäcke voller Gold den Zoll umgehen

Allein in einem Fünf-Monate-Zeitraum wanderten so stolze 190 Kilo Gold am Zoll vorbei. Doch die Ermittler gruben noch tiefer und deckten weitere Fälle auf, sodass unterm Strich satte 230 Kilogramm geschmuggeltes Gold auf dem Kerbholz der Bande stehen. Durch die hinterzogene Mehrwertsteuer und die Zollabgaben ergaunerten sich die Beschuldigten einen Gesamtschaden von rund 800.000 Schweizer Franken. Jetzt blühen den Beteiligten dicke Strafverfahren wegen Zollhinterziehung und Verstößen gegen das Edelmetallkontrollgesetz.

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