Römische Goldmünzen im Acker
Auf einem Feld in den luxemburgischen Ardennen haben Archäologen einen echten Schatz aus dem Boden geholt. Direkt neben den Überresten eines antiken Kontrollpostens stießen sie auf 141 römische Goldmünzen aus dem vierten und fünften Jahrhundert. Fachleute vermuten, dass ein wohlhabender Römer sein Geld dort um das Jahr 408 nach Christus vergraben hat, als Germanen in die Gegend einfielen. Damals war das ein riesiges Vermögen von mehr als 20 Jahresgehältern. Heute wird der Wert des Fundes auf rund 300.000 Euro geschätzt.
Für die Wissenschaft sind vor allem drei Münzen aus dem Haufen extrem spannend, weil sie das Gesicht von Kaiser Eugenius zeigen. Der Mann war nur zwei Jahre lang an der Macht, bevor er im Jahr 394 hingerichtet wurde. Entsprechend selten sind seine Münzen: In ganz Europa gibt es heute weniger als 50 vergleichbare Stücke.
Brisant: Bei der Untersuchung haben die Forscher antike Fälschungen entdeckt. Einige Stücke hatten innen nur einen billigen Kern aus Kupfer oder Eisen und waren außen bloß dünn vergoldet. Wie viele der 141 Münzen genau gefälscht waren und ob der ursprüngliche Besitzer damals selbst übers Ohr gehauen wurde, geht aus den bisherigen Informationen leider nicht hervor. Aus Angst vor Dieben haben die Verantwortlichen den gesamten Fund inzwischen in einen streng bewachten Tresor gepackt.




