Goldbarren im Kochtopf

 Es klingt wie eine bizarre Erzählung aus einem Gebrüder-Grimm-Band, doch für eine 83-jährige Seniorin aus Sternenfels (bei Pforzheim) wurde es zu einem kostspieligen Albtraum: Ein Kochtopf voll Gold vor der Haustür – bereitgestellt für Betrüger.

Die Masche: Schockanrufe und falsche Beamte

Die Täter nutzten die altbekannte, aber leider immer noch effektive Methode des Telefonbetrugs. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und bauten offenbar einen derart hohen psychologischen Druck auf, dass die Seniorin zehn kleinere Goldbarren in einen Kochtopf legte und diesen vor ihre eigene Haustür stellte.

Die Täter holten die Beute lautlos ab, ohne jemals direkten Kontakt mit dem Opfer aufzunehmen. Über den exakten Wert und die genauen Vorwände der Täter schweigt die Polizei in Pforzheim noch, doch der ideelle und materielle Schaden für die Betroffene ist immens.

Wichtige Sicherheitsregeln für Gold-Besitzer

Dieser Vorfall ist eine dringende Mahnung an alle, auch Angehörigen zu sensibilisieren:

  • Die echte Polizei fragt nie nach Gold: Weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft oder andere Behörden werden jemals verlangen, Gold oder Bargeld zur „Sicherung“ vor die Tür zu stellen oder Unbekannten zu übergeben.

  • Diskretion ist oberstes Gebot: Dass die Täter wussten, dass Gold im Haus war (oder es geschickt vermuteten), ist der Schlüssel zum Erfolg. Niemals am Telefon mit Unbekannten über Goldbestände (im Haus) sprechen.

  • Auflegen statt Erklären: Sobald ein Anrufer nach Wertgegenständen fragt: Sofort auflegen! Keine Diskussion, keine Erklärungen.

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