Goldfund
Ein Fund in einem Waldstück südöstlich von Basel gewährt neue Einblicke in die keltische Geschichte der Region. Zwei Hobbysucher stießen auf zwei Goldmünzen, deren Alter auf über 2.000 Jahre geschätzt wird.
Historische Bedeutung der Fundstücke
Nach Angaben von Experten datieren die Münzen in die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus. Es handelt sich dabei um sogenannte Stater:
-
Ein Stater: Gewicht von 7,8 Gramm.
-
Ein Viertelstater: Eine kleinere Stückelung derselben Währung.
Die Münzen zeigen auf einer Seite ein Kopfprofil und auf der anderen ein Pferdegespann. Experten interpretieren diese Stücke als keltische Nachahmungen griechischer Münzen. Sie dienten in der Antike vermutlich als Söldnerlohn, diplomatische Geschenke oder als Teil einer Mitgift. Aufgrund des Fundortes wird zudem vermutet, dass es sich um eine einstige Opfergabe gehandelt haben könnte. Bereits im Jahr 2023 war in diesem Gebiet ein Münzschatz entdeckt worden.
Rechtliche Situation für Finder
Trotz des hohen materiellen und wissenschaftlichen Wertes verbleiben die Münzen nicht im Besitz der Finder. Die Rechtslage unterscheidet sich hierbei deutlich je nach Land:
-
Schweiz: Herrenlose Güter von wissenschaftlichem Wert sind Eigentum des Kantons, in dem sie gefunden werden. Eine Suche ist zudem nur mit einer offiziellen Bewilligung gestattet.
-
Deutschland: Je nach Bundesland werden bei ähnlichen Funden teils Belohnungen oder Prämien gezahlt, die sich am Aufwand der Suche orientieren.
-
Großbritannien: Hier existieren Regelungen, nach denen Finder unter bestimmten Umständen Anspruch auf hohe finanzielle Vergütungen haben.
Öffentliche Präsentation
Die keltischen Goldmünzen werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab März 2026 sollen sie in einer Sondervitrine im Rahmen der Ausstellung „Schatzfunde“ in der Barfüsserkirche in Basel zu sehen sein.





Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!